Digitalisierung im Gesundheitswesen
Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen rasant – von elektronischen Patientenakten über Telemedizin bis zu vollständig vernetzten Lieferketten. Für Beschaffung, Lager und Hygiene bedeutet das: weniger Papier, mehr Transparenz und schnelleres Handeln. Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie Einrichtungen, Hersteller und Großhändler persönliche Schutzausrüstung (PSA) – insbesondere Einmalhandschuhe – in digitale Workflows integrieren und dadurch Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit messbar verbessern.
Sie erhalten konkrete Beispiele aus der Praxis: von der Bedarfsmeldung und automatisierten Nachbestellungen über UDI-/MDR-konforme Rückverfolgbarkeit bis hin zu ESG-Reporting. Ziel ist eine belastbare, datengetriebene Versorgung, die im Alltag funktioniert – in Klinik, Praxis, Pflege und mobilen Settings.
So nutzen Sie diesen Leitfaden
- Schneller Überblick: Starten Sie mit Abschnitt 1, um Trends und Auswirkungen auf Beschaffung & Hygiene zu verstehen.
- Operative Umsetzung: In Abschnitt 2–3 finden Sie Workflows für digitale Lieferketten, Qualitätssicherung und Audits.
- Ambulante Zukunft: Abschnitt 4 beleuchtet Telemedizin und mobile Versorgung – mit Anforderungen an PSA-Produkte.
- Nachhaltigkeit & ESG: Abschnitt 5 erklärt, wie Sie Umweltkennzahlen direkt aus Prozessdaten ableiten.
- 30-Tage-Plan: Abschnitt 6 liefert eine kompakte Checkliste für den schnellen Einstieg.
- FAQ: In Abschnitt 7 finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur digitalen PSA-Beschaffung.
Ob Sie Pilotprojekte starten oder bestehende Prozesse skalieren: Die Inhalte sind modular aufgebaut und lassen sich Schritt für Schritt übernehmen – für mehr Versorgungssicherheit, weniger Aufwand und transparente Qualität.
Inhalt
- Digitalisierungstrends & Einfluss auf Beschaffung & Hygieneprozesse
- Die digitale Lieferkette – von der Bedarfsmeldung bis zur Verbrauchsdokumentation
- Qualitätssicherung & Hygiene digital abbilden
- Telemedizin & Ambulantisierung – neue Strukturen, neue PSA-Bedarfe
- Nachhaltigkeit & Reporting – ESG-Kennzahlen entlang der PSA-Kette
- Checkliste – In 30 Tagen zur digitalen PSA-Beschaffung
- Wie kann AMPri unterstützen?
- FAQ – Häufige Fragen zur digitalen PSA-Beschaffung
Was sich gerade ändert – Digitalisierungstrends im Gesundheitswesen und ihr Einfluss auf Beschaffung & Hygieneprozesse
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 1
- Der digitale Wandel in Klinik, Praxis & Pflege
- Vom Produkt zum Datenträger
- Telemedizin und Ambulantisierung verändern den Bedarf
- Warum Digitalisierung auch Hygieneprozesse verbessert
- Fazit: Digitalisierung als Chance für PSA-Großhändler
1.1 Der digitale Wandel in Klinik, Praxis & Pflege
Das deutsche Gesundheitswesen steht 2025 an einem Wendepunkt. Elektronische Patientenakten (ePA), digitale Rezepte, interoperable IT-Systeme und Telemedizin sind nicht länger Zukunftsmusik, sondern werden schrittweise zur Realität. Der Gesetzgeber fördert diese Entwicklung mit Programmen wie der Digitalstrategie Gesundheit 2025 und der Telematikinfrastruktur 2.0.
Gleichzeitig wächst der Anspruch an Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Wer behandelt, dokumentiert digital. Wer versorgt, muss Daten bereitstellen. Damit rückt die digitale Infrastruktur der Versorgungsketten in den Fokus – und betrifft nicht nur Kliniken oder Praxen, sondern auch Hersteller, Logistik und Großhandel.
1.2 Vom Produkt zum Datenträger
Wo früher Kartonetiketten und Lieferscheine genügten, verlangen heute UDI-Codes (Unique Device Identification), digitale Chargenverfolgung und MDR-konforme Dokumentationen eine lückenlose Datentiefe. Ein Einmalhandschuh ist dadurch nicht mehr nur ein Verbrauchsartikel – er wird Teil eines digitalen Nachweissystems, das Hygiene, Qualität und Compliance abbildet.
- Artikeldaten müssen strukturiert und maschinenlesbar vorliegen (GS1- oder EDI-Formate).
- Verpackungen und Etiketten benötigen digitale Identifikatoren für Rückverfolgbarkeit.
- Lieferungen werden zunehmend in digitale Lager- und Bestellsysteme eingebunden.
Wer hier automatisiert arbeitet, reduziert Fehler, spart Zeit im Einkauf und erfüllt regulatorische Anforderungen quasi „nebenbei“.
1.3 Telemedizin und Ambulantisierung verändern den Bedarf
Durch den Ausbau von Telemedizin, Homecare und ambulanten Behandlungsformen verlagert sich die Versorgung zunehmend aus der Klinik in dezentrale Strukturen. Pflegekräfte, mobile Ärzteteams oder Dienstleister im körpernahen Bereich benötigen Produkte, die flexibel, leicht und transportfähig sind – aber denselben Qualitäts- und Hygienestandard erfüllen wie im Krankenhaus.
- Kleinere Verpackungseinheiten und modulare Kartonsysteme
- Schnelle Nachlieferfähigkeit über digitale Bestellportale
- Verbrauchsorientierte Nachverfolgung durch automatisierte Meldesysteme
Ein digitales Lager- oder Refill-System kann so helfen, Versorgungslücken zu vermeiden – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und Zeitdruck.
1.4 Warum Digitalisierung auch Hygieneprozesse verbessert
Digitale Dokumentation bedeutet nicht nur mehr Daten, sondern vor allem mehr Kontrolle über Hygienestandards. Wenn Chargen, Verfallsdaten und Materialqualitäten elektronisch erfasst werden, lassen sich Hygienepläne präzise überwachen.
- Abweichungen in der Anwendung werden sofort sichtbar.
- Schulungs- und Auditprozesse können digital belegt werden.
- Verbrauchsmaterialien lassen sich gezielt analysieren – z. B. Handschuhverbrauch pro Bereich oder Station.
Das schafft Vertrauen, spart Papierarbeit und erhöht die Sicherheit für Anwender:innen wie Patient:innen gleichermaßen.
1.5 Fazit: Digitalisierung als Chance für PSA-Großhändler
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist kein rein technisches Thema – sie verändert das Selbstverständnis des gesamten Sektors. Wer als Großhändler für Einmalhandschuhe, Masken oder Kittel digitale Datenstrukturen, automatisierte Bestellprozesse und interoperable Produktinformationen bietet, wird zum strategischen Partner seiner Kunden.
Es geht nicht mehr nur darum, Produkte zu liefern – sondern verlässliche, integrierte Versorgung zu ermöglichen. Und genau hier entsteht die Chance, sich als innovativer und qualitätsorientierter Anbieter zu positionieren.
Die digitale Lieferkette – von der Bedarfsmeldung bis zur Verbrauchsdokumentation
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 2
- Von der Bedarfsmeldung zum digitalen Forecast
- Automatisierte Bestellprozesse & digitale Lagerführung
- Rückverfolgbarkeit & Compliance: UDI, MDR & digitale Audits
- Praxisbeispiel: Effizienter Verbrauch in der Dentalpraxis
- Fazit: Die Lieferkette wird zur Datenkette
2.1 Von der Bedarfsmeldung zum digitalen Forecast
In vielen Einrichtungen erfolgt die Materialanforderung noch manuell: Listen, Fax oder E-Mail. Doch moderne Versorgungseinrichtungen setzen zunehmend auf automatisierte Bedarfsermittlung. Digitale Bestellsysteme, wie sie in Krankenhaus- und Praxisinformationssysteme integriert sind, nutzen historische Verbrauchsdaten, um zukünftigen Bedarf vorherzusagen.
Beispiel: Wenn eine Zahnarztpraxis täglich 60 Behandlungen dokumentiert, kann das System den durchschnittlichen Handschuhverbrauch pro Behandlung errechnen und daraus automatisiert Nachbestellungen auslösen.
Vorteile für Beschaffung & Großhandel:
- Prognosegenauigkeit steigt, Fehlmengen sinken
- Lagerflächen lassen sich besser planen
- Nachbestellungen werden automatisiert ausgelöst
- Transparente Datenbasis für Liefervereinbarungen
👉 Praxis-Tipp: Großhändler, die digitale Schnittstellen (z. B. EDI oder XML) zu den Kunden-ERP-Systemen anbieten, sparen Zeit und stärken die Bindung ihrer Bestandskunden.
2.2 Automatisierte Bestellprozesse & digitale Lagerführung
Die Verbindung zwischen Lager, Beschaffung und Wareneingang bildet den Kern der digitalen Lieferkette. Statt Papierformularen kommen Barcode-Scanner, RFID-Etiketten und cloudbasierte Warenwirtschaftssysteme zum Einsatz.
So funktioniert der Ablauf:
- Entnahme oder Verbrauch eines Produktes wird digital erfasst.
- Das System erkennt den Bestand unterhalb des definierten Mindestlevels.
- Eine automatische Bestellmeldung wird erzeugt und direkt an den Lieferanten übermittelt.
- Der Großhändler verarbeitet die Bestellung ohne manuelle Prüfung, da Produktnummer, VE und Preise standardisiert vorliegen.
Ergebnis:
- Kein Bestellstau
- Geringere Personalkosten im Einkauf
- Schnellere Verfügbarkeit und weniger Fehlmengen
Besonders effektiv sind Systeme, die Mehrwert-Informationen integrieren, etwa:
- Mindesthaltbarkeitsdatum je Charge
- Qualitätszertifikate
- Digitale Lieferavis mit Sendungsverfolgung
Damit entsteht Transparenz entlang der gesamten Kette – vom Werk bis zum Behandlungstisch.
2.3 Rückverfolgbarkeit & Compliance: UDI, MDR & digitale Audits
Mit der europäischen Medical Device Regulation (MDR) und der Unique Device Identification (UDI) steigen die Anforderungen an Nachweis und Dokumentation. Jede Charge eines Medizinprodukts muss eindeutig identifizierbar und digital nachvollziehbar sein – egal, ob sie in einer Klinik, Pflegeeinrichtung oder Kosmetikpraxis verwendet wird.
Für den Großhandel bedeutet das:
- Produkt- und Chargendaten müssen digital gepflegt werden.
- Bei Reklamationen oder Rückrufen kann sofort nachvollzogen werden, welche Kunden betroffen sind.
- Audit-Berichte lassen sich automatisiert erstellen.
Ein digitaler Workflow ersetzt so manuelle Prüfprotokolle – und spart Zeit bei Audits, ISO-Zertifizierungen und Hygienekontrollen.
2.4 Praxisbeispiel: Effizienter Verbrauch in der Dentalpraxis
Eine mittelgroße Dentalpraxis mit acht Behandlungszimmern hatte bislang monatlich 20–30 % Überbestände bei Nitrilhandschuhen. Nach der Einführung eines digitalen Bestandsmoduls, das jeden Entnahmevorgang über QR-Codes erfasst, sank der Lagerwert um 18 %, während die Lieferfrequenz stabil blieb.
Effekte nach sechs Monaten:
- Verbrauchsübersicht pro Farbe, Größe und Team
- Automatische Nachbestellung ab definiertem Schwellenwert
- Kein Engpass während Urlaubszeiten
- Hygiene-Audit vollständig digital dokumentiert
Das System ermöglichte außerdem eine visuelle Verbrauchsanalyse: Größen M und S machten 78 % des Verbrauchs aus – die restlichen Größen wurden reduziert. So ließ sich Lagerplatz sparen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
2.5 Fazit: Die Lieferkette wird zur Datenkette
Was früher ein logistischer Prozess war, ist heute ein datengetriebener Service. Der Großhandel wird zum Bindeglied zwischen Versorgungseinrichtung, Hersteller und Dokumentation. Wer digitale Transparenz bietet, verschafft seinen Kund:innen messbare Effizienz – und schafft Vertrauen durch Nachvollziehbarkeit und Qualität.
Mit jeder automatisierten Bestellung, jeder digital nachverfolgten Charge und jeder Verbrauchsanalyse wächst die Bedeutung von PSA-Produkten als Teil der digitalen Versorgungsstruktur. Damit entsteht für Hersteller und Großhändler ein klarer Wettbewerbsvorteil: Sie liefern nicht nur Produkte, sondern Sicherheit auf Datenebene.
Qualitätssicherung & Hygiene digital abbilden
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 3
- Von Papierlisten zu Echtzeit-Nachweisen
- PSA als messbarer Hygiene-Faktor
- Digitalisierung senkt Audit-Stress
- Datenqualität = Produktqualität
- Digitale Hygienepläne & automatisierte Schulungen
- Fazit: Qualitätssicherung wird zum Wettbewerbsvorteil
3.1 Von Papierlisten zu Echtzeit-Nachweisen
In Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Praxen ist die Qualitätssicherung seit jeher Pflicht – doch der Aufwand war bisher enorm. Ordner voller Protokolle, handgeschriebene Temperatur- oder Verbrauchslisten, manuelle Prüfberichte: Diese analogen Prozesse sind fehleranfällig und kosten wertvolle Zeit.
- Hygienedokumentation in Echtzeit (digitale Erfassung von Reinigung, Desinfektion, Verbrauchsmaterialien)
- Automatisierte Prüfprotokolle für PSA, Lagerbedingungen und Haltbarkeiten
- Zentral abrufbare Nachweise bei Audits oder externen Kontrollen
Das Resultat: höhere Transparenz, bessere Nachvollziehbarkeit – und deutlich weniger Verwaltungsaufwand.
3.2 PSA als messbarer Hygiene-Faktor
Einmalhandschuhe, Masken, Kittel oder Schutzbrillen sind nicht nur Schutzprodukte, sondern auch Indikatoren für Hygienestandards. Wenn deren Einsatz digital dokumentiert wird, lassen sich Hygieneprozesse erstmals quantifizieren:
| KPI | Bedeutung | Nutzen |
|---|---|---|
| Verbrauch pro Station / Raum | Wie viele Handschuhe werden tatsächlich eingesetzt? | Erkennung von Über- oder Unterverbrauch |
| Fehlgriffe / Reklamationen | Wie oft wurde falsche Größe oder beschädigte Ware verwendet? | Qualitäts-Feedback an Einkauf & Lieferant |
| Stockout-Tage | Tage ohne verfügbare Handschuhgrößen | Prozess-Optimierung im Lager |
| Chargenrückverfolgung | Welche Chargen wurden wann genutzt? | Audit- und MDR-Nachweis |
Diese Werte liefern nicht nur interne Qualitätsindikatoren, sondern können in Hygiene-Audits oder ISO-Zertifizierungen direkt vorgelegt werden.
3.3 Digitalisierung senkt Audit-Stress
- Alle Nachweise sind zeitgestempelt und manipulationssicher hinterlegt.
- Rückverfolgbarkeit erfolgt automatisiert über UDI- und Chargencodes.
- Prüfer können direkt im System alle relevanten Belege einsehen – vom Lieferavis bis zum Verwendungsnachweis.
Praxis-Kasten: Eine Pflegeeinrichtung in Niedersachsen digitalisierte ihre Hygiene- und Verbrauchsdokumentation mit einem webbasierten System. Ergebnis nach einem Jahr: Audit-Vorbereitung von 2 Tagen auf 3 Stunden, Reklamationen binnen Minuten nachvollziehbar, Personal empfindet die digitale Nachweisführung als erleichternd.
3.4 Datenqualität = Produktqualität
- Artikeldaten vollständig und maschinenlesbar exportierbar pflegen.
- Prüf- und Sicherheitsnachweise (EN 374, EN 455, MDR-Zertifikate) digital abrufbar machen.
- Konsistentes Datenmanagement stärkt Glaubwürdigkeit, reduziert Rückfragen im Einkauf.
Produkte wie 4 Elements Nitrilhandschuhe oder Peppermint Rosie lassen sich digital so beschreiben, dass geprüfte Qualität, Herkunft und Nachweise klar erkennbar sind.
3.5 Digitale Hygienepläne & automatisierte Schulungen
- Produktdaten als Downloadlink/QR-Code bereitstellen
- Digitale Schulungsunterlagen integrieren (z. B. korrekter Handschuhwechsel)
- Push-Hinweise bei Chargenänderung oder Ablaufdaten
Das positioniert Anbieter als Partner im Qualitätsmanagement.
3.6 Fazit: Qualitätssicherung wird zum Wettbewerbsvorteil
Digitale Qualitätssicherung ist Differenzierungsmerkmal: schnellere Audits, höhere Sicherheit, bessere Steuerung von PSA-Verbräuchen. Frühzeitige Umstellung schafft einen nachhaltigen Vorsprung.
Telemedizin & Ambulantisierung – neue Strukturen, neue PSA-Bedarfe
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 4
- Die Versorgung verlässt das Krankenhaus
- Neue Herausforderungen für Beschaffung & Logistik
- Produkte müssen mitdenken
- Telemedizin und PSA – ein unterschätzter Zusammenhang
- Chancen für den Großhandel
- Fazit: Ambulant ist digital
4.1 Die Versorgung verlässt das Krankenhaus
Behandlung verlagert sich in ambulante/mobile Strukturen. Telemedizin wächst, viele Behandlungen bleiben physisch. PSA wird dezentral benötigt – mit variablen Anforderungen an Platz, Verpackung, Ergonomie.
4.2 Neue Herausforderungen für Beschaffung & Logistik
- Kleinere Bestellmengen, höhere Frequenz
- Flexible Verpackungseinheiten für Taschen, Koffer, mobile Wägen
- Mehrweg-/Refill-Konzepte zur Abfallreduktion
Regionale Mikro-Depots/Konsignationslager auf Basis von Echtzeit-Verbrauchsdaten werden relevant.
Beispiel: Cloud-App triggert Lieferung, wenn Handschuhe < 15 % oder Masken < 10 % fallen.
4.3 Produkte müssen mitdenken
- Robuste, mobile Verpackung
- Hygienische Entnahme ohne Wandspender
- Kompakte, multifunktionale Gebinde
- Ergonomie bei wechselnden Licht-/Platzverhältnissen
4 Elements Nitrilhandschuhe: Top-Opening für Spenderboxen; Side-Opening für flexiblen, mobilen Einsatz.
4.4 Telemedizin und PSA – ein unterschätzter Zusammenhang
- Hausbesuche nach digitalen Konsultationen
- Mobile Diagnostik-Services
- Hybride Praxismodelle
Digitale Erfassung verknüpft Materialverbrauch mit Patientenvorgängen – Schritt zur digitalen Versorgungsakte.
4.5 Chancen für den Großhandel
- Neue Kundengruppen (mobile Pflegedienste, Startups, Homecare)
- Neue Vertriebsmodelle (Plattformen, Abos, Refill)
- Neue Services (digitale Schulungen, Downloads, Tracking)
Digitale Plattformen mit Verbrauch/Lager/Nachbestellung machen Großhändler zu Servicepartnern mit Datenkompetenz.
4.6 Fazit: Ambulant ist digital
Versorgung, Hygiene und Logistik verschmelzen digital. Dokumentierbare, ergonomische PSA ist Rückgrat sicherer Prozesse. Großhandel sichert Qualität und Verfügbarkeit in dezentraler Welt.
Nachhaltigkeit & Reporting – ESG-Kennzahlen entlang der PSA-Kette
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 5
- Nachhaltigkeit wird messbar
- Datenbasierte Umwelttransparenz
- Verpackung & Logistik im Fokus
- Nachhaltigkeit als Kaufargument
- Digitalisierung als ESG-Beschleuniger
- Fazit: Nachhaltigkeit sichtbar machen
5.1 Nachhaltigkeit wird messbar
Nachhaltigkeit ist Teil strategischer Beschaffung. Digitalisierung macht Verbrauch, Entsorgung, Lieferwege messbar und reportfähig (ESG).
- Verbrauch je Bereich
- Verpackungsmengen/Entsorgung
- CO₂-Emissionen entlang der Kette
5.2 Datenbasierte Umwelttransparenz
- Produktdaten: Material, Recyclinganteil, Herkunft, Zertifikate
- Verpackung: Gewicht, Recyclinganteil, Abfall je 1 000 VE
- Transport: Entfernung, Frequenz, Bündelung
- Verbrauch: pro Station/Behandlung/Mitarbeitenden
Alles in einem Nachhaltigkeits-Dashboard bündelbar (z. B. Kennzahlen „Verbrauch/Monat“, „CO₂ je Produktgruppe“, „Anteil recycelter Verpackungen“, „Retourenquote“).
5.3 Verpackung & Logistik im Fokus
- Gebindegrößen per Verbrauchsdaten optimieren
- Refill-Systeme reduzieren Müll & Bestellfrequenz
- Tourenplanung senkt Kraftstoff & CO₂
- Digitale Lieferscheine sparen Ressourcen
Ergebnis: Kosten runter, ESG-Wert hoch.
5.4 Nachhaltigkeit als Kaufargument
Öko-Performance zählt in Ausschreibungen. Nachweise zu Produktion, Verpackungsrecycling, digital gesteuerter Logistik schaffen Wettbewerbsvorteile (z. B. CO₂ je Lieferung).
5.5 Digitalisierung als ESG-Beschleuniger
- Verbrauchsdaten → CO₂-Berechnung
- Lieferfrequenzen → Transporteffizienz
- Verpackungsgrößen → Recycling-Quoten
ESG wird Nebenprodukt der digitalen Lieferkette.
5.6 Fazit: Nachhaltigkeit sichtbar machen
- Datengetriebenes Umwelt-Reporting stärkt Bindung
- Automatisierung senkt Kosten/Emissionen
- Transparenz wird Qualitätsversprechen
PSA wird Teil einer nachhaltig organisierten, digitalen Versorgungskette.
Checkliste – In 30 Tagen zur digitalen PSA-Beschaffung
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 6
- Warum jetzt handeln?
- Woche 1–2: Ist-Analyse & Grundlagen schaffen
- Woche 3–4: Prozesse digitalisieren & KPI-Tracking starten
- Woche 5–6: Schulung & Integration
- Woche 7–8: Ergebnisse auswerten & nachsteuern
- Bonus: Excel-Template für den Einstieg
- Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung
6.1 Warum jetzt handeln?
Klein starten, Etappenziele setzen, messbar machen – von Bestandsaufnahme bis erstes KPI-Dashboard.
6.2 Woche 1–2: Ist-Analyse & Grundlagen schaffen
🧩 Schritt 1 – Prozesse sichtbar machen
- Auslöser für Bestellungen erfassen (E-Mail, Fax, ERP, Plattform)
- Lagerorte, Mindestbestände, Nachfüllzyklen dokumentieren
- Lieferanten, Artikelgruppen, VEs listen
Tipp: Excel-Matrix: Artikel | VE | Lagerbestand | Bestellhäufigkeit | Mindestmenge | Lieferzeit
🧩 Schritt 2 – Digitale Schnittstellen prüfen
- EDI/XML-Anbindungen vorhanden?
- Artikelnummern, Preise, Chargen automatisiert austauschbar?
- Welche Daten liegen im ERP vor?
6.3 Woche 3–4: Prozesse digitalisieren & KPI-Tracking starten
🧩 Schritt 3 – Automatisierte Bestandsüberwachung
- Par-Levels definieren
- Alerts/Auto-Reorders aktivieren
- Barcodes/QR für Bestandsmeldung einsetzen
🧩 Schritt 4 – Datenqualität verbessern
- Produktdaten vollständig/standardisiert (Name, Nr., UDI, VE, Zertifikate)
- Lieferantenstammdaten verknüpfen
- Chargen digital erfassen
🧩 Schritt 5 – Erste Kennzahlen
| KPI | Bedeutung | Sollwert |
|---|---|---|
| Stockout-Tage | Tage ohne verfügbare Größen | < 1 % |
| Automatisierte Nachbestellquote | Anteil Auto-Orders | > 50 % |
| Servicegrad | Termintreue Lieferungen | > 95 % |
| Verbrauch je Anwender | Abweichungen/Überverbrauch | ± 10 % |
| Rückverfolgungszeit | Reklamation → Charge | < 10 Min |
6.4 Woche 5–6: Schulung & Integration
🧩 Schritt 6 – Team einbinden
- Schulungen, Kurzvideos, Aushänge
- Wöchentliche KPI-Reviews
🧩 Schritt 7 – Daten verbinden & erweitern
- ERP, Lager, QM koppeln
- APIs/Cloud-Schnittstellen nutzen
- Daten für ESG-Berichte (Gewicht, Distanz) verwenden
6.5 Woche 7–8: Ergebnisse auswerten & nachsteuern
- Zeitsparer identifizieren
- Vorher/Nachher-Verbrauch vergleichen
- Schwellen, Intervalle, Mengen anpassen
Tipp: Monatlicher KPI-Report schafft Verbindlichkeit.
6.6 Bonus: Excel-Template für den Einstieg
- Artikelübersicht
- Verbrauchsmonitor
- KPI-Dashboard
- ESG-Tracking
6.7 Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung
- Höhere Versorgungssicherheit
- Effizientere Bestandsführung
- Bessere ESG-Nachweise
7. Wie kann AMPri unterstützen?
AMPri begleitet den digitalen Wandel mit Lösungen von der Bestellung bis zur Rechnungsstellung – abgestimmt auf kleine, mittlere und große Fachhändler.
7.1 Elektronische Rechnungen (E‑Rechnung)
- Standard: Versand im ZUGFeRD-Format (PDF/A‑3 + XML) ab 01.01.2025
- Optional: XRechnung (XML gemäß EN 16931) für öffentliche Auftraggeber
- Eingangsrechnungen: Empfang von XRechnung möglich – bevorzugt ZUGFeRD zur effizienteren Verarbeitung
- Kontakt für Lieferanten: einvoice@ampri.de
7.2 B2B‑Partner‑Portal
- Einfacher Bestellweg, aktuelle Preise & Verfügbarkeiten, Nachbestellungen aus Historie
- Geeignet für den kleineren bis mittleren Bedarf
- Zum Sortiment • Kostenfreie Muster anfragen
7.3 Automatische PDF‑Verarbeitung (Workist, ab Q1/2026)
- KI‑gestützte OCR + NLP, angebunden an SAP (REST/OData)
- Entlastung der Auftragserfassung um ca. 70–80 %
- Voraussetzung: eindeutige Artikeldaten (Nr., Position, VE) auf Bestellungen
7.4 Elektronischer Datenaustausch (EDI)
- Formate: EDIFACT (D96A ORDERS/ORDERSP), XML, JSON
- Übertragung: SFTP, HTTPS (REST‑API), AS2
- Dokumente: Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Lieferavise (Tracking), Rechnungen
- Empfehlung: Die Einrichtung lohnt sich ab > 200 Bestellungen/Monat
7.5 Datenfeed für Artikelstammdaten
- XML/CSV‑Feeds mit nächtlicher Aktualisierung (Artikel, Bilder, TDS, VE)
- Optional: Preis- und Bestandsdaten
7.6 Produktempfehlungen (mobil & ambulant)
- 4 Elements Nitrilhandschuhe – Top‑ & Side‑Opening für Station & mobil
- Peppermint Rosie – farbige Premium‑Nitrile für lange Tragezeiten
- Zellwatte (Kategorie) • Zellwatte 40×60 cm
- Nitrilhandschuhe Übersicht • Farbige Einmalhandschuhe
Vorgehen bei Interesse:
- Bedarf identifizieren
- Rückmeldung an die AMPri IT mit Ansprechpartner
- Technische Abstimmung durch AMPri; Demo‑Dateien/Testzugänge auf Anfrage
FAQ – Häufige Fragen zur digitalen PSA-Beschaffung
Inhaltsverzeichnis Abschnitt 7
- Wie sichere ich die Rückverfolgbarkeit bei Einmalhandschuhen?
- Welche Daten sind für eine automatisierte Nachbestellung erforderlich?
- Welche Vorteile bringt EDI (Electronic Data Interchange)?
- Welche Rolle spielt die Telemedizin bei der PSA-Nutzung?
- Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Einmalprodukte vereinbaren?
- Welche Systeme eignen sich für den Einstieg?
- Welche Zukunftstrends sind besonders relevant?
7.1 Wie sichere ich die Rückverfolgbarkeit bei Einmalhandschuhen?
Über UDI (Unique Device Identification) je Charge. Wichtig:
- UDI/Charge digital erfassen (Barcode/QR)
- Lieferungen im Warenwirtschaftssystem hinterlegen
- Reklamationsprozess mit Chargen-ID verknüpfen
7.2 Welche Daten sind für eine automatisierte Nachbestellung erforderlich?
- Artikelnummer, Bezeichnung, VE
- Min-/Max-Bestand (Par-Levels)
- Aktueller Lagerbestand
- Lieferzeit, Standardlieferant
- Verbrauch pro Tag/Woche
7.3 Welche Vorteile bringt EDI?
- Automatischer Austausch von Bestellung/Avise/Rechnungen/Wareneingang
- Weniger Eingabefehler
- Bearbeitungszeit -> bis zu 70 % geringer
- Revisionssichere Daten, Audit-Export
7.4 Welche Rolle spielt die Telemedizin bei der PSA-Nutzung?
Hybridmodelle bleiben physisch PSA-intensiv (Hausbesuche, mobile Diagnostik). Digitale Dokumentation ordnet Verbrauch künftig Patientenvorgängen zu – vollständige, nachvollziehbare Versorgungsketten.
7.5 Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Einmalprodukte vereinbaren?
- Lieferungen bündeln
- Verpackungsvolumen reduzieren
- Refill-Systeme einsetzen
- CO₂-Bilanzen dokumentieren
7.6 Welche Systeme eignen sich für den Einstieg?
- Modulares ERP (z. B. SAP Business One, weclapp, Lexware)
- Lager-App mit Barcode
- KPI-Dashboard in Excel/PowerBI
Struktur wichtiger als Tool: saubere Daten, klare Prozesse, messbare Ziele.
7.7 Welche Zukunftstrends sind besonders relevant?
- Interoperabilität entlang der Kette
- Predictive Procurement via KI
- ESG-Transparenz im Standardreport
- Verpackung/Ergonomie: z. B. 4 Elements mit Top-/Side-Dispense